Wenn es nicht vorwärts geht (eine kleine Fabel)

Auch Coaches haben mal schlechte Tage. Mir ging es neulich so und deswegen habe ich mich hingesetzt und meinen Frust einfach mal von der Seele geschrieben. Und dabei ist diese kleine Geschichte dabei entstanden:

Es war einmal ein Krebs, der nicht vorwärts laufen konnte. Was er auch anstellte, wie er seine Beine auch immer bewegte, er kam einfach nicht voran. Und wenn es ihm dann einmal irgendwie doch gelang einen Schritt nach vorne zu laufen, machten seine Beine automatisch zwei Schritte nach hinten.

Der Krebs wusste nicht mehr ein noch aus. Alle anderen Tiere konnten einfach dorthin laufen wie sie wollten, nach vorne, nach links, nach rechts. Nur ihm gelang es einfach nicht. Immer wieder hatte er es versucht und versucht, aber er hatte einfach keine Ahnung, was er falsch machte.

Eines Tages hockte er wieder auf dem Meeresgrund und das Wasser wogte ihn vor und zurück. Genauso ist es, jammerte der Krebs: Es geht mal vor und mal zurück, aber ich bleibe immer nur an dieser einen Stelle. Was soll ich nur tun?

Während der Krebs trübsinnig vor sich hinschaut, schwamm in einiger Entfernung ein Seepferdchen vorbei. Der Krebs dachte sich, vielleicht kann der mir weiterhelfen und rief: Hallo Seepferdchen, kannst du mal zu mir kommen?

Das Seepferdchen hielt auf seinem Weg inne, schaute sich fragend umher, bis es den Krebs entdeckt hatte, der sich halb unter einem Stein versteckt hatte. Das Seepferdchen schwamm zum Krebs hinunter.

Ja,  was ist denn, fragte  es den Krebs und blinzelte mit seinen schwarzen Augen. Ich weiß nicht mehr weiter, kannst du mir helfen? Ich würde so gerne vorankommen wie alle anderen Tiere auch,  aber ich schaffe das einfach nicht. Wenn es mal einen Schritt voran gegangen ist, treibt es mich irgendwie immer wieder zwei Schritte zurück. Ich habe es schon so oft probiert, es will mir einfach nicht gelingen direkt dahin zu laufen, wo ich hin möchte.
Hast du vielleicht eine Idee, was ich machen kann, fragte der Krebs.

Das Seepferdchen wiegte nachdenklich seinen Kopf hin und her, denn das machen Seepferdchen so, wenn sie nachdenken. Der Krebs, der das Seepferdchen nicht kannte, wurde ungeduldig und maulte: Wenn du mir nicht weiterhelfen willst, dann sag’s mir ruhig, dann frage ich jemand anderen. Das Seepferdchen jedoch ließ sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen und schaukelte gelassen im Wasser.

Naja, meinte das Seepferdchen, wenn es mit dem Vorwärtskommen nicht so klappt, hast Du es mal mit dem Rückwärtslaufen probiert?Ja, das habe ich auch schon getan, aber auch das funktioniert bei mir einfach nicht, seufzte der Krebs. Das Seepferdchen dachte nochmal nach. Hm, warum läufst Du dann nicht einfach zur Seite?

Der Krebs klapperte verdutzt mit seinen Scheren. Daran habe ich noch gar nicht gedacht, murmelte er nachdenklich. Aber das macht doch sonst keiner,  warf er dem Seepferdchen entgegen. Das macht doch nichts, entgegnete dieses. Hauptsache, DU kannst dich so bewegen!

Der Krebs bewegte seine Beine vorsichtig seitwärts, erst das eine, dann das andere, dann das nächste und dann alle nacheinander und siehe da: es ging ganz einfach! Er konnte laufen, wohin er wollte, wenn er nur zur Seite lief und dabei sich ein wenig in die passende Richtung drehte. Hey, es funktioniert, rief der Krebs dem Seepferdchen zu. Vielen Dank für den Tipp! Und vor lauter Begeisterung lief der Krebs seitwärts davon.

Das Seepferdchen schaute ihm verdutzt hinterher und schwamm dann weiter. Der Krebs aber kümmerte sich nicht mehr darum, wohin die anderen liefen,  sondern ging seitwärts seiner Wege. Und wenn er nicht gestorben ist, dann tut er das noch heute.

Was nehmen Sie aus dieser Fabel an Erkenntnis mit? Was könnte die Lösung “seitwärts laufen” in Ihrer Situation bedeuten?
Gerne unterstütze ich Sie dabei, Ihre ganz persönliche Art der “Bewegung” zu entdecken. Wenn Sie möchten, können Sie mich einfach anrufen für ein unverbindliches und kostenloses Telefongespräch: Telefon 030 420 811 71

 

 

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Silke Maschinger
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